Problem/Risiko Fremdwährungskredit
Nirgendwo in Europa ist der Anteil der Fremdwährungskredite so hoch wie in Österreich. Sie machen ein Drittel der Ausleihungen aus. Die FMA möchte, dass dieser Bestand rascher als bisher abgebaut und in Euro-Kredite umgewandelt wird.
Zwangskonvertierungen dürfe es zwar nicht geben, sagt FMA-Sprecher Klaus Grubelnik, sogenannte Konvertierungsklauseln haben in den vergangenen Jahren aber oft zu Unmut bei Kreditnehmern geführt. Durchbricht der Wechselkurs einer Währung eine gewisse Marke, wird das Darlehen konvertiert.
Durch die Konvertierung verlieren die meisten Kunden nicht nur durch die dadurch entstandene höhere Kreditsumme sondern durch den schlechteren Rückkaufwert des oder der Tilgungsträger.
Die verschärften Mindeststandards der FMA sehen vor, dass der Fremdwährungskredit kein standardisiertes Massenprodukt mehr sein darf. Seit Oktober 2008, dem Höhepunkt der Finanzkrise, vergeben die Banken kaum mehr neue Fremdwährungskredite.
Wegen der Kursstürze an den Börsen haben Kreditnehmer viel Geld verloren, weil die meisten Darlehen mit endfälligen Tilgungsträgern vergeben wurden. Konsumenten haben ihr Geld für die Rückzahlung des Kredits in Fonds oder Lebensversicherungen investiert, die dramatisch an Wert verloren. Mit der freiwilligen Selbstbeschränkung der Banken gibt sich die FMA nicht mehr zufrieden, weil es kartellrechtliche Bedenken gegeben hat.
Gerüchten zufolge will die FMA auch Euro-Kredite mit endfälligen Tilgungsträgern verbieten.

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